Neue europäische Datenschutzverordnung erhöht Cyberversicherungsverkäufe

Die neuen europäischen Datenschutzgesetze, die diese Woche in Kraft treten, geben Europas jungem Cyberversicherungsmarkt Auftrieb, da sie bei den Unternehmen ein verstärktes Risikobewusstsein zum Thema Vertraulichkeit von Kundendaten schafft.

Die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die ab Freitag gilt, wird als eine der bis dato größten Datenschutzgesetzesänderungen seit der Geburtsstunde des Internets.

Die Verordnung zielt darauf ab, EU-Bürgern mehr Rechte hinsichtlich ihrer personenbezogenen Daten, die öffentlich verfügbar sind, einzuräumen. Bei Nichteinhaltung drohen Strafzahlungen in Höhe von bis zu 4 % des Jahresgesamtumsatzerlöses des Unternehmens für schwere Verstöße. Letztere schließen die Nichtmeldung von Datenschutzverstößen an die zuständigen Behörden innerhalb von 72 Stunden mit ein.

Das Gesetz nähert Europa an die Vereinigten Staaten an, wo viele Bundesstaaten schon seit Jahren Unternehmen dazu aufforderten, Verstöße den Aufsichtsbehörden zu melden.

Versicherer berichten nun, dass auch bedingt durch die massiven Cyber-Attacken WannaCry und NotPetya im letzten Jahr die Nachfrage nach Cyber-Versicherungen in Europa drastisch ansteigt und aktuell als ein relativ profitabler Bereich angesehen wird.

(Quelle: Insurance Journal, 22. Mai 2018, https://www.insurancejournal.com/news/international/2018/05/22/489977.htm)

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